
Seit 1793
Zwei Jahrhunderte Kur-Eleganz
Das Gesellschaftshaus ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort, an dem sich seit mehr als zweihundert Jahren Musik, Gastronomie und Kurkultur begegnen. Persönlichkeiten, Generationen von Gästen und Geschichten, die das Haus prägten, gehen hier hindurch.
Zeitleiste
Meilensteine unserer Geschichte
1793–1795
Entstehung des Gebäudes
Der ursprüngliche Bau — Gasthaus, Trinkhalle und Tanzsaal — wurde nach Plänen von Thobias Gruber und Johann Rothhesel errichtet. Zwei ursprünglich getrennte Häuser wurden durch eine überdachte Durchfahrt verbunden. Das zweistöckige Hauptgebäude beherbergte die Wohnung des Wirts, einen kleinen Gesellschaftssaal, Zimmer und die Wohnung des Kurinspektors. Ein eigener Gesellschaftssaal mit Billardzimmer war angebaut. Das Haus diente als Gesellschaftszentrum, in dem sich die Kurgäste an gemeinsamer Tafel trafen und ihre Zeit mit Lektüre, Billard oder Abendunterhaltungen verbrachten.
1795
Fertigstellung und erste Bedeutung
Die Fertigstellung wird durch eine Gedenktafel auf der Nordseite in Erinnerung gehalten. Das Gesellschaftshaus wurde ein wichtiger Treffpunkt für Kurgäste.
1806–1823
Aufenthalt Goethes
Johann Wolfgang Goethe besuchte Franzensbad wiederholt. 1808 wohnte er rund 12 Tage im Gesellschaftshaus. Insgesamt kam er über 30 Mal ins Bad.
1816–1837
Bedeutende Persönlichkeiten
Bedeutende Persönlichkeiten der Zeit — u. a. der preußische Marschall Blücher, Graf Nostitz oder Graf Kaspar Sternberg — hielten sich im oder um das Gebäude auf.
1840
Wertermittlung
Das Gebäude wurde mit 22 600 Gulden bewertet, was seine Bedeutung für die Stadt und den Kurbetrieb bestätigt.
1874
Große Umgestaltung
1874 kaufte die Stadt Franzensbad das Gesellschaftshaus samt der alten Kolonnade und erweiterte den Komplex um den prächtigen »Konversationssaal«, 1876/1877 nach Entwürfen des bedeutendsten Franzensbader Architekten Gustav Wiedermann. Dies machte das Gesellschaftshaus zu einem Wahrzeichen von Franzensbad.
1904
Wiederaufbau nach Brand
Nach einem Brand folgten weitere Umbauten, die das Erscheinungsbild wiederherstellten und veränderten.
1993–1999
Neuzeitliche Sanierung
Nach Veränderungen in den 1990er-Jahren wurde das Gebäude an ein privates Unternehmen vermietet und schließlich verlassen. Die Stadt sorgte später für Dach-, Fassaden- und Fensterreparaturen und erhielt einen Zuschuss für die Sanierung der Säle.
2000
Wiedereröffnung
Nach umfangreicher Sanierung wurde das Gesellschaftshaus am 15. 12. 2000 wiedereröffnet. Zum neuen Erscheinungsbild gehört auch das einzigartige Bodenaquarium. Danach diente das Haus für gesellschaftliche Anlässe, Konzerte, Bälle, Restaurant, Café und Kasino.
Heute
Gegenwart
Heute funktioniert das Gesellschaftshaus wieder als lebendiges gesellschaftliches Zentrum mit variablen Räumen für Veranstaltungen aller Art.

Goethe in Franzensbad
„Ein Ort, an dem sich der Geist des Bades mit edler Gesellschaft verbindet."
Goethe hielt sich hier 1808 rund 12 Tage auf; insgesamt besuchte er das Bad mehr als 30 Mal. In der Hausbibliothek hinterließ er mehrere gewidmete Verse. Wir gedenken seiner alljährlich mit einem literarischen Abend mit Rezitation und Klavier.